Giuliano Tobler, der 73-jährige Cheftrainer der ersten Mannschaft des FC Gossau, blickt auf eine lange Fussballlaufbahn zurück und erklärt, wie sich seine Arbeitsweise über die Jahre verändert hat. Wo früher ein strenger Ton herrschte, setzt er heute auf Augenhöhe, Empathie und ein starkes Miteinander. Trotz deutlicher Reduktion der Entschädigungen nach dem Abstieg 2024 hielt die Mannschaft zusammen. Durch kontinuierliche Trainingsarbeit und familiären Zusammenhalt gelang in diesem Jahr der Wiederaufstieg.
Tobler betont, wie wichtig die Unterstützung des Vorstands um Präsident Carlo Troisi sowie die Zusammenarbeit mit Co-Trainer Sven Lehmann für den Erfolg sind. Neben dem Platz stehen für Tobler der Austausch mit den Spielern und das Fördern von Nachwuchskräften im Zentrum. Sportliche Niederlagen steckt er heute mit mehr Ruhe weg, während ihn menschliche Enttäuschungen bei Spielern emotional stärker beschäftigen.
Privat plant Tobler Reisen auf die Philippinen und nach Spanien sowie eine Afrika-Safari. Wie lange er als Cheftrainer an der Seitenlinie stehen wird, lässt er offen. Ein klares Kriterium für sein Karriereende nennt er dennoch mit einem Schmunzeln: Er höre erst auf, wenn er die Namen seiner Spieler nicht mehr kenne.

