Das Geräusch, wenn ein Volleyball ungebremst auf den Hallenboden knallt, hallte am Samstagabend mehrfach durch die Turnhalle Ebnet in Andwil. Volley Bütschwil unterstrich beim Gastspiel in der 2. Liga der Herren von Beginn weg seine Ambitionen. Die Gäste, die sich auf diese Saison hin hochkarätig verstärkt haben und unbedingt in die 1. Liga aufsteigen wollen, liessen dem VBC Andwil-Arnegg 2 beim 3:0-Erfolg letztlich keine Chance.

Verstärkung aus der Nationalliga B

Dass Bütschwil als Titelaspirant gehandelt wird, kommt nicht von ungefähr. Bereits beim Vorbereitungsturnier in Davos setzten sich die St. Galler gegen Teams aus der 1. Liga und der Nationalliga B durch und sicherten sich den Turniersieg. Ein wichtiger Baustein im Spiel der Gäste ist Neuzugang Dmytro Potapov, der in der vergangenen Spielzeit noch in der NLB auflief. Gemeinsam mit Raffael Zingg dominierte der Ukrainer das Geschehen am Netz im ersten Satz fast nach Belieben. Mit kompromisslosen Blocks und druckvollen Angriffen sicherte sich Bütschwil den Auftaktdurchgang souverän.

Dem VBCAA 2, der auf diese Saison hin einige Akteure an das eigene 1.-Liga-Team abtreten musste, fehlte zunächst der Zugriff. Doch die Gastgeber, bei denen Rückkehrer wie Lars Müggler und Marcel Rusch für Stabilität sorgen sollten, steckten keineswegs auf.

Knappe Entscheidung im zweiten Satz

Im zweiten Durchgang stellte sich das Heimteam spürbar besser auf den Favoriten ein. Angetrieben von den Zuschauern, die mit Rufen und Klatschen für eine hervorragende Stimmung in der Halle sorgten, entwickelte sich ein offenes Spiel mit spektakulären Verteidigungsaktionen von «Mäsi». Als Reto Näf gegen Ende des Satzes eine starke Serviceserie hinlegte, roch es in der Ebnet-Halle nach dem Satzausgleich. Doch Bütschwil behielt in den entscheidenden Momenten die Nerven und machte den Durchgang mit 25:23 zu seinen Gunsten zu.

Der verpasste Satzgewinn hinterliess beim Heimteam Wirkung. Im dritten Abschnitt dominierte Volley Bütschwil wieder klarer und schloss die Partie schliesslich mit 3:0 ab. Trotz der Niederlage sahen die Fans ein attraktives Spiel mit hochklassigen Netzduellen.