Während eines Schulfests im Oberstufenzentrum Goldach sind bei der Notruf- und Einsatzleitzentrale St.Gallen am Freitagabend kurz nach 20:20 Uhr verschiedene Meldungen von angeblichen Schüssen in Goldach eingegangen. Zeitgleich gingen Meldungen bei der Polizei ein, wonach im Bereich der Schule eine Person mit einem Messer in der Hand gesichtet worden sei. Dies löste einen Grosseinsatz der Kantonspolizei St.Gallen aus. Die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler, der Lehrpersonen sowie auch der weiteren Bevölkerung in Goldach stand während dieses Einsatzes an oberster Stelle. Daher wurden als Vorsichtsmassnahme Schülerinnen und Schüler sowie Lehrpersonen in die Aula des Schulhauses geführt. Diese wurde um 1:30 Uhr evakuiert, sodass die rund 300 Personen nach Hause entlassen und mit den wartenden Eltern vereint werden konnten.

Die Kantonspolizei St.Gallen hat umfangreiche Ermittlungen aufgenommen. Es gibt nach wie vor keine Hinweise, dass es zu einer oder mehreren Schussabgaben gekommen ist. Die wahrgenommenen Knallgeräusche stammten mit grösster Sicherheit von pyrotechnischen Gegenständen. In derselben Nacht vom Freitag auf Samstag (05.09.2026) hat die Kantonspolizei St.Gallen in der Stadt St.Gallen einen 15-jährigen Schweizer ermittelt. Er wird beschuldigt, am besagten Abend im Umfeld des Schulfestes mit einem Messer aufgetaucht zu sein. Inwieweit der 15-Jährige mit dem Messer Personen bedroht oder erschreckt hat, klärt die Kantonspolizei St.Gallen nun unter der Leitung der Jugendanwaltschaft des Kantons St.Gallen ab. Es liegen bislang aber keinerlei Hinweise vor, dass der Jugendliche mit dem Messer jemanden verletzen wollte. Der 15-Jährige wurde nicht festgenommen.

Nach aktuellem Kenntnisstand gibt es keinen Zusammenhang zwischen dem Jugendlichen mit dem Messer und den praktisch gleichzeitig wahrgenommenen lauten Knallgeräuschen der Böller.