Bereits ab 9.15 Uhr wurden die 279 Tiere bei der sennischen Auffuhr auf den Schauplatz geführt. Um 10.45 Uhr folgte der beliebte Kälberwettbewerb, welcher vom Gemeindepräsidenten David Holenstein moderiert wurde. Die Kleinsten waren mit grossem Stolz dabei und trugen ihre im Vorfeld fleissig eingeübten Versli mit viel Freude vor. Am Nachmittag standen die mit Spannung erwarteten Misswahlen auf dem Programm. Das sonnige Wetter trug zur gelungenen Durchführung bei – nur einen Tag später zeigte sich der Herbst bereits von seiner regnerischen Seite.

Die schönsten Kühe wurden ausgezeichnet

Bei der Wahl zur «Miss Andwil Braunvieh» sicherte sich Sandy von Matthias und Fränzi Süess den ersten Platz. Auf den weiteren Rängen folgten Liara und Rosalie von Emanuel Süess, Madonna von Simon und Felix Knöpfel sowie Zamoa von Urs Hartmann.

Den Titel «Miss Holstein (Fleckvieh)» holte sich Lea von Simon und Felix Knöpfel. Auf den weiteren Plätzen folgten Cristina, ebenfalls von Simon und Felix Knöpfel, sowie Eliot und Donna von Markus Wick. Auch Awina und Fidelia der BG Sonnegg-Rosenegg gehörten zu den ausgezeichneten Tieren.

Weitere Auszeichnungen gingen an Lena von Felix und Simon Knöpfel für das schönste Euter bei den älteren Kühen und an Rosalie von Emanuel Süess für das schönste Euter bei den jüngeren Kühen. Als Wirtschaftlichkeits-Star wurde Gladys von Emanuel Süess ausgezeichnet. Den Mutter-Tochter-Wettbewerb gewannen Beluah und Bonny von Matthias und Fränzi Süess. Im Betriebs-Cup setzte sich Emanuel Süess mit Liara, Leska und Rosalie durch. Ebenfalls an der Viehschau präsentiert wurden die Stiere Milan von Urs Hartmann und Roebi von Hansueli Dietrich.

Die Treichel als Wanderpokal an der Viehschau Andwil

Die Kuhglocke besteht aus starkem Stahlblech. Sie erzeugt einen typischen, eher scheppernden, kräftigen oder leicht rauen Laut, im Gegensatz zum mehrstimmigen, weichen Klang einer gegossenen Bronzeglocke. Sie hängt an einem handgefertigten Riemen aus pflanzlich gegerbtem Naturleder, darauf eingeschnitzt eine Kuh.

Ursprünglich diente die Kuhglocke den Bauern auf der Weide zum Orten des Viehs oder zum Fernhalten von Raubtieren. Heute ist sie vor allem Parade- und Brauchtumsobjekte. Zum Beispiel beim Alpauf- und Alpabzug, an Silvesterbräuchen wie dem Trycheln in der Altjahrswoche, bei Umzügen oder wie bei uns in Andwil als Wanderpreis für die Miss Andwil Braunvieh an der Viehschau.

Ein rundum gelungener Anlass

Die bestens organisierte Viehschau bot einmal mehr Gelegenheit, die einheimische Viehzucht zu präsentieren und die landwirtschaftliche Tradition in Andwil zu pflegen. Der Gemeinderat dankt dem Viehzuchtverein Andwil sowie den Bäuerinnen und Landfrauen Gossau-Andwil-Arnegg herzlich für die hervorragende Organisation und Durchführung der diesjährigen Viehschau. Ein besonderer Dank gilt auch allen weiteren Helferinnen und Helfern, die zum Gelingen dieses schönen Anlasses beigetragen haben.