---
title: "Gossauer Parlament stimmt dem Entlastungspaket zu"
author: "Stadt-News Gossau"
published: 2026-11-04
region: "Gossau SG"
canonical_url: https://gossau.regioticker.ch/article/04-11-26-parlament-stimmt-dem-entlastungspaket-zu
publisher: RegioTicker
image: https://regioticker.s3.eu-north-1.amazonaws.com/images/public/1793782724-8a7ce759-a44f-4b48-997d-d48b01a92a5b/
---# Gossauer Parlament stimmt dem Entlastungspaket zu

**Das Stadtparlament hat dem Entlastungspaket mit 23 zu 7 Stimmen zugestimmt. Zuvor hatte es über 30 Anträge behandelt, die grossmehrheitlich abgelehnt wurden.**

Der Stadtrat hatte dem Parlament ein Paket mit über 100 Massnahmen vorgelegt. Damit sollten der Stadthaushalt jährlich um 3,4 Mio. Franken und die Rechnung der Stadtwerke um 1,2 Mio. Franken entlastet werden. Markus Rosenberger (SVP), Präsident der Vorberatenden Kommission (VBK), erklärte, dass die Kommission grossmehrheitlich dem Antrag des Stadtrates folge und sich für die Zustimmung zum Entlastungspaket ausspreche. Zwar schmerze fast jede der 106 Massnahmen. Doch das Parlament müsse bereit sein, auch unpopuläre Massnahmen mitzutragen, um den Stadthaushalt zu entlasten.

**Vielzahl von Anträgen abgelehnt**

Die SP versuchte mit einer Vielzahl von Anträgen, Einsparungen bei schulischen Förderangeboten, der Jugendförderung in Vereinen, der Jugendarbeit und bei kulturellen Anlässen zu verhindern oder zu reduzieren. Unterstützung erhielt sie von der GLP-FLiG. Ein Grossteil ihrer Anträge war mit jenen der SP identisch oder verfolgte die gleiche Stossrichtung. Insbesondere Sparmassnahmen im Bildungsbereich und bei den Vereinen wollte die GLP-FLiG verhindern.

**Ludothek wird weiter unterstützt**

Die Anträge der beiden Parteien zur Reduktion der Sparmassnahmen wurden mit drei Ausnahmen allesamt abgelehnt. Gemeinsam mit der Mitte und erfolgreich beantragten sie, auf die Kürzung der Jugendförderungsbeiträge in der Höhe von 35'215 Franken zu verzichten. Ebenfalls erfolgreich beantragten diese drei Parteien, den Betriebsbeitrag an die Ludothek in der Höhe von 146'200 Franken beizubehalten. Mitte und SP beantragten schliesslich erfolgreich, dass die Stadt den Kindermaskenball künftig immerhin noch mit 1'000 Franken unterstützt.

**Verschiedene städtische Anlässe werden gestrichen**

Abgelehnt wurde der Antrag von SP und GLP-FLiG, die Tarifanpassung für die Nutzung von städtischen Anlagen zu reduzieren. Ebenfalls abgelehnt wurde der Antrag der SP, auf die Verkürzung der Freibadsaison zu verzichten. Auch Kürzungen im Reinigungsbereich konnte die SP mit verschiedenen Anträgen nicht verhindern.

Weiter beantragte die SP erfolglos, die Überprüfung der Organisationsstruktur der Kindertagesstätte zu streichen. Bei den kulturellen Anlässen forderte die SP, die Bundesfeier, den Willkommensanlass, die Vereinsempfänge und den Jubilarentag weiterhin durchzuführen. Diese Anträge wurden ebenfalls allesamt abgelehnt. Abgewiesen wurde auch der Antrag von SP und GLP-FLiG, auf die Einsparung von 15'000 Franken bei der Jugendarbeit zu verzichten.

**Parkieren wird teurer**

Die SVP stellte zwei Anträge zum Parkierungsregime. Sie sprach sich gegen eine Erhöhung der Parkierungstarife sowie gegen die Einführung der Kostenpflicht ab der ersten Minute aus. Das Parlament lehnte beide Anträge der SVP ab.

**Stadthaushalt wird um 3,2 Mio. Franken entlastet**

Mit der Genehmigung der drei Anträge reduzierte das Parlament das Entlastungspaket insgesamt um 182’415 Franken. Die jährliche Entlastung des Stadthaushalts beträgt damit noch rund 3,2 Mio. Franken. Die vorgesehenen Entlastungsmassnahmen bei den Stadtwerken blieben unverändert.

In der Schlussabstimmung stimmte das Parlament dem Entlastungspaket mit 23 zu 7 Stimmen zu. Für die Umsetzung der einzelnen Massnahmen sind teilweise noch separate Budget- und Sachbeschlüsse erforderlich.

(parl.)

---

> **Über RegioTicker:** RegioTicker ist ein regionaler Live-News-Ticker. Artikel werden von Vereinen, Verbänden und Einzelpersonen aus der lokalen Community verfasst, damit Einwohnerinnen und Einwohner jederzeit wissen, was in ihrer Region passiert.
